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Peinlichkeit. Religiöser Zwiespalt

14. Juni 2011

Honneckerin der Evangelen: Hodscha Käßmann

Was mir zu denken gibt: Heute habe ich meinem achtjährigen serbischen Nachhilfeschüler Mirko, der, soweit er weiß, Muslim ist, weil es a) zuhause kein Schweinefleisch gibt und er b) jeden Sonntag zum Hodscha geschickt wird, um den Qu’ran (immerhin auf serbisch, nicht auf arabisch!) auswendig zu lernen, eine Geschichte von Janosch vorgelesen, in der zwei dumme Brüder vorkommen, die „den ganzen Tag in der Kneipe sitzen und den Mädchen nachpfeifen“. – „Äh. Lehrrärr“, sagt Mirko, „ch’ab ich Frage, darf ich?“ – „Klar! Nur zu….“ – „Ahrrmm, äh, … sind Brüder … Muslime?“ – Ich, vorbildlich neutral, antworte, dass Janosch, der Autor, meines Wissens katholisch (und das heißt: schlimm!) erzogener deutscher Pole sei, der inzwischen auf Teneriffa lebe, Atheist sei und Muslime wahrscheinlich gar nicht kenne. – Mirko, als Kneipenwirtssohn nicht gänzlich ohne Lebenserfahrung, macht ein skeptisches Gesicht. Ich seh es ihm an: Er glaubt, Janosch kennt die Muslime DOCH!

Mirko kann übrigens auch einfach nicht glauben, dass ich kein Muslim bin. Das will ihm nicht in den kurz geschorenen Quadratschädel. „Weiß ich schon, gibt auch Ch’christ und so, aber…“ … Aber in seinen ehrfürchtigen Kinder-Augen weiß sein Lehrrärr praktisch alles – ich kenne sogar die bestgehütetsten Geheimnisse achtjähriger Buben! –, und „ein-Mann-der-alles-weiß“ ist für ihn praktisch definitionsgemäß gleichbedeutend mit einem Muslim. So lehrt es der Hodscha. Allerdings und andererseits: „Gibt Kinder wo hassen richtich den Hodscha“, fügt Mirko nachdenklich hinzu. – Ich: „Wieso denn das?“ – Er:  „Weil haut Kinder an der Kopf und sss’wiebelt immer so an die Ohren, wenn nich gut gelernt Qu’ran!“ Letztlich bloß  gut, dass ich „Ungläublicher“ bin, weil vor Christen hat Mirko, obwohl er „Atheist“ für ein schlimmes Schimpfwort hält, schlimmer als „Hurensohn“ jedenfalls,  nämlich noch mehr Bammel. Die essen nicht nur Schwein, sondern auch ihren Herrgott und trinken sein Blut. Voll eklig!

Und dabei kennt er Gottes Nervensäge noch nicht, die achte & echte ägyptische Plage, den Weib gewordenen Zorn Gottes, die zwischenmenschliche Posaune von Hannover, die penetranteste Betschwester und unsäglichste seiner Post-Apostelinnen: Frau Margot Käßmann! –  Natürlich erzähle ich Mirko nicht von ihr, denn ich will ihm keinen Schrecken einjagen oder seine unschuldigen Kindernächte mit Alpträumen belasten! Klar, ich könnte ihm drohen: Wenn du bei mir nicht gut lesen, schreiben und rechnen lernst, holt dich die schwarze Frau Käßman! Sie wird dich armen beschnittenen Muslim-Knaben solange umarmen, küssen, mit Dialogen überschütten und dich mit klebrig-süßem Gesabbel vollschleimen, bis du an Erbrochenem erstickst!

Margot K., die approbierte Honneckerin der Evangelen, Star der Kirchentage und eine der beliebtesten Deutschen überhaupt, ist eine herausragende Strategin der Geopolitik. Vor allem ist sie Afghanistan-Expertin. Mit den Taliban etwa, empfiehlt Frau Käßmann unermüdlich, als protestantische Kaltmamsell Knall auf Fall auf jedem Podium hockend, müsse man „gemeinsam beten, anstatt sie zu bombardieren“. Überhaupt sei Krieg immer ganz böse, und wenn schon mal ein Feind begegnete, solle man diesen durch Küssen, Backe-Hinhalten und Vollschleimen erledigen! Zu diesem debilen Schwachsinn bleckt sie die überkronten Pferdezähne, grinst keck unter ihrem flotten Pony hervor und freut sich diebisch, dass man sie bei ihrem Geschwafel auch noch beflissen noch abfilmt.

Zum Glück fragt mich Mirko nicht nach Frau Käßmann. Was sollte ich als ehrlicher Mensch antworten? Dass die Deutschen frenetisch eine dusslige Kuh verehren, eine Art weiblichen Hodscha, der/die wegen Trunkenheitsfahrt ihren Job verlor und seither als bewunderte Demonstrativ-Bußfertige ein um das andere Mal alle drei Monate ein besinnliches  Schwafelbuch veröffentlicht, peinlichsten Unfug redet (mit oder ohne Alkohol), und penetrant ihre trotz mittelalterlicher Ideologie ostentativ zelebrierte „Modernität“ zur Schau stellt, um unsere Ohren zu zwiebeln? Soll ich denn den Knaben an jeder Integration hindern?

Als ein offensichtlich atheistischer Reporter Frau Käßmann fragte, was sie denn mit ihrem billigen Hurra-Pazifismus über das Ende der Hitlerei denke, und dass sie ohne die Opfer der Alliierten ihren Scheiß wohl kaum frei verbreiten könnte, grinste sie saublöd in die Kamera und patzte pampig: „Ach, da sag ich nichts zu, Sie schreiben ja doch, was sie wollen…!“ – und stöckelte modern, aber unbelehrt, schnippisch davon. – Jetzt zittere ich vor dem Tag, an dem Mirko mich fragt, was eigentlich „Peinlichkeit“ bedeutet. Da ich der Mann bin, der alles weiß, werd ich ihm antworten müssen. Oder soll ich sagen: „Frag doch deinen Hodscha!“?  

Noch schwerer wäre freilich die Frage zu beantworten, warum ich es von Herzen gern hätte, wenn Frau Käßmann direkt nach Afghanistan flöge, um dort „mit den Taliban zu beten“. DAS würde ich wirklich ZU GERN sehen, vallah…!

Zwischen den Tagen: Alles über Frauen…

17. März 2009

…ZWISCHEN FRAUEN- UND MUTTERTAG

„Alles Nutten außer Mutti!“ – diese nur allzu griffige Formel frühzeitlicher Problem-Schnarchbären und Muttersöhnchen spiegelt ein total verqueres, durch Gewalt-Internet und masturbatorischen Computerporno („Ego-Shooter“!) künstlich zementiertes Frauenbild, das wir heute strikt anprangern und aufs Schärfste zurückweisen! Der „neue Mann“, ein stahlhartes, wald-, wiesen-und wüstenerprobtes Abenteurerweichei mit postmodernen Ecken und abgerundeten Kanten, fluffigen Breitschultern zum Anlehnen und Sixpacks, wo sie hingehören (Eisschrank), ein prickelnd bi-erotischer, geistvoll-muskulöser Kuschelkumpelkerl („beste Freundin“), der zuhören und ohne weiteres mit „ihr“ Pferde stehlen kann, aber auch unter Holzfällern, Bohrinselarbeitern und viril verschwitzten HeavyMetal-Schlagzeugern eine gute Figur abgibt, der „neue Mann“ also spricht, sei es in zittrigem Counter-Tenor sei es mit männlich-sahnigem Bariton: „Mutti, ich gehe! Ich ziehe aus!“ –  „Sohn…“, antwortet es mit der typisch wehleidigen, extrem schuldbewußtseinseinflößenden Leidensstimme der unausweichlichen Mutter, „…hast du etwa eine andere? Ist eine bedeutend Jüngere im Spiel, sodaß ich dir eventuell nicht mehr gut genug vorkomme?“  Wie immer hört Mutti nicht zu, wenn man ihr antwortet: Sie springt aus dem Fenster, denn nach 38-jähriger Mutterschaft hat ihr Leben nun keinen Sinn mehr. Männlicher Feminismus ist ohne Opfer nicht zu haben: Nur wer die Mutter „zu Tode enttäuscht“, kann den Vater des inneren Kindes in sich befreien! 

Draußen in der Welt kann er sich nun, ohne daß Mama ewig dazwischenfunkt, eine fremde Frau zur Gründung einer echt erwachsenen, partnerschaftlichen Beziehung suchen, einer Beziehung auf Augenhöhe, die auf Respekt, gegenseitigem Vertrauen und männlicher Verantwortungsübernahmebereitschaft beruht! Humor, Zärtlichkeit und gemeinsame Naturerlebnisse sollen aber auch nicht zu kurz kommen! Auch die „moderne, postfeministische Frau“ befindet sich nämlich im Aufbruch und ist jederzeit bereit, verknöcherte Patriarchatsstrukturen aufzubrechen, nicht trotz, sondern trotzig wegen ihrer „Tage“! Erst vor 12 Tagen war z. B. Internationaler Frauentag, und in knapp zwei Mondinnen ist Muttertag! Vorletzten Donnerstag aber herrschte noch frühes Mittelalter! Die Damenoberkleidung stöhnte unter dem Diktat männlicher Phantasielosigkeit,

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Miese Mode, ungenaues Frauenbild

und mit dem kleinen Geheimnis der Frau, dem süßen „Darunter„, sah es kaum nennenswert besser aus. Tristes Einerlei, Vermummungsgebot, vergebliche Suche nach Kleidsamem zum kleinen Preis. Unter der Burka herrscht tote Hose, „sexy„, gar sinnlich-sündig ist hier Fehlanzeige, statt O-làLà-Croissant nur alltägliches Graubrot in kalten Farben und Formen, die überall kneifen und außerdem einen dicken Hintern machen!

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Patriarchalische Phantasielosigkeit!

Der Verhüllungswahn führte im Handumdrehn zu grotesker Orientierungslosigkeit unter den Männern: Die jüngere Generation hatte keinen Schimmer mehr, wie Frauen überhaupt aussahen! Flirt- und Tanzschulen wurden von den Moral-Taliban geschlossen, beliebte Volksfeste („Damenwahl im Ball der einsamen Herzen“) verboten, aufklärerische Literatur (Alt-Ayatollah Allahhand: „Frauen – Eine Gebrauchsanweisung für den Müslimmann“) verschwanden unter dem Ladentisch. Das notgeile männliche Jungvolk verzweifelte schier: Wozu noch mal bloß gab es Frauen? In der Not schlug Haut-Couture-Ayatollah Andy Warhola vor, die Burkas außen mit dem Bild eines nackten Weibes zu bedrucken, um hierdurch neue Anreize zu schaffen – doch die Tage des Verhüllungsdiktats waren bereits gezählt.

Die Frauenemanzipation nahm ihren Lauf: Das weibliche Geschlecht bewies mit links, daß es intellektuell locker mit den „Herren der Schöpfung“ mithalten kann. Schon bald tauchten  die ersten Frauen auf, die zwar noch mit dem Möbelkatalog in die Gemäldeausstellung gingen, aber bereits imstande waren, sich selber auf gemalten Bildern wiederzuerkennen, eine Fähigkeit, die bis dato ausschließlich höheren Primaten vorbehalten ist: 

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Bilder einer Ausstellung: Frauen schauen dich an!


 

 

 

 

 

 

 

 

Junge Frauen lernten nun endlich, welche Vorteile es bringt, das Kleid vor dem Dampfbügeln auszuziehen – was für eine Befreiung des vom männlichen Blick und dem heißen Bügeleisen malträtierten Körpers! Sinn und Sinnlichkeit brachen heraus, Stolz und Vorurteil blieben lächelnd auf der Strecke und gut für den Teint war es überdies!

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Ein heißes Eisen: das Nackt-Bügeln befreit!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Schnurstracks eroberte sich die zarte Weiblichkeit den bis dahin eifersüchtig gehüteten sog. Männerberuf! Es waren schließlich Frauen, die den alten Handwerken, der Klempnerei, dem Tätowieren, der Hufschmiede („Piercing“), der Sorgenmacherei und dem Trash-Tratschen den sprichwörtlichen „goldenen Boden“ retteten.

Wer in der Oberstufe die MuMä-AG „Mutige Mädchen“ belegt hatte, schaffte es später sogar, den wilden Großen Roten Mob zu bändigen und damit zuhause souverän den neuen goldenen Boden zu polieren!

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Frauen bändigen den Riesenmob

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bei alledem hütet sich die „junge Wilde“ von heute aber vor unschöner Vermännlichung. Sie steht zu ihrer weiblichen Seite, bekennt sich zu Kuscheligkeit, Nackenwärme und progressiver Muskelentspannung. Ohne falsche Scham möchte sie „schön“ sein – nicht für „ihn“, den fiesen männlichen Blick, sondern „einfach so“, „für mich ebend“ und für das schlaffe Plüschtier auch.

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Die postmoderne Frau hat eine weibliche Seite!

Um Mutti muß man sich übrigens keine Sorgen machen. Das Fenster lag gottlob im Erdgeschoß. Mütter sind ja, wie wir erleichtet feststellen, ohnehin unsterblich: Sie leben in ihren Söhnen weiter, oder, genau so schlimm, in den Töchtern. Davon ab: Mutti ist mit ihrem neuen griechischen Freund Dr. Botox Anacellulitis durchgebrannt und verbrät den mit Fettabsaugung und Lippenpolsterei zusammengerafften Zaster entspannt in der Karibik: Forever Young! 

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Forever young: Mutti wartet auf Dr. Botox Anacellulitis