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Fremdenführung durch „da ‚Hood“

15. Mai 2010

Guck jetzt nicht hin, da die
Smarten, die Harten, die Derben
Das sind Balkankriegs-Serben.
Die grüßen mich nie.

Die da mit den Halbmondfahnen
proben als sture Alt-Osmanen
Den Spagat
Zwischen Bacardi-Cola
Und Kalifat.

Die dunklen Jungs am Wiesengrund
Nennt man Tamilen, und
sie wollen bloß (Volleyball)
spielen.
Auch bei Exoten ist auf jeden Fall
Der Ball meistens rund…

Die Finstergucker am Eck? Ach, Skipetaren,
Machen etwas Im-, meistens aber Export
Vielleicht sinds auch Kossovaren,
jedenfalls, wenn sie reden
Versteh ich kein Wort.

Häkelkappe, Vollbart und Kaftan,
Die Burkasse immer dahinter,
Das ist ein Mullah aus Dingens-tan,
Sein Name? Na,
bestimmt nicht Günther!

Ich sags nicht gern, doch der Roma-Rumäne,
Und zwar wegen dem seinem Müll,
macht mir manchmal Migräne!
Den Dreck in die Tonne stopfen
Ist dem schon zuvüll.

Und dann die armen Bulgaren
Auf ihren Limousinen
Liegt ein Fluch:
Immer müssen sie mit ihnen
durchs Viertel fahren,
Den Parkplatz nimmt ihr Besuch.

Des Nomaden liebster Spaß ist Grillen.
Die Türken grillen wie irre,
Als sei das ihr’m Allah
Sein allahhöchster Willen.
Mich macht der ganze Qualm
Schon ein bißchen kirre.

Opa, und wie erkennt man die Polen?
Gar nicht, Junge, sind gute Katholen
Wie wir auch,
Nur etwas mehr unverhohlen
Ist deren Wodkaverbrauch.

Einen Belorus oder einen Ukrainer
Kennt – jetzt persönlich – keiner,
und doch sind sie da, mit ’nem Truck,
Und was sie liefern,
Ist sicher kein Muckefuck.

Steinern die Fresse, das Kinn aus Granit,
Die Putins wollen immer nur eines: Profit.
In ihrem BMW-Cabriolet
Frauen, Waffen und Schnee.
Wenn du sie störst, tun sie dir weh.

Hier, die Süßen: Emine, Dilem und Semra
Verhüllen mit Doppelkopftuch ihr Haar.
Ich finds a weng schizophreng:
Ihre Hüftjeans sind nämlich hauteng!

Die ganze Black Community groovt
Wenn Miri „Queen Mum“ Kuti zum Essen ruft,
Ihre Sandalen machen fröhlich flip-flap,
Auf den Tisch kommt freilich
Meistens Millipap.

Multikult! Ein Durcheinander von Nationen und Rassen.
Es gäbe bei manchen Gründe, einander zu hassen,
Doch tut man es nicht. Auf engem Raum
Geht man sich aus dem Weg, gelassen,
man kennt sich ja kaum

Schweine-Sex als Himmelszeichen?

7. April 2009
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Verführerisches Schweinchen

Hab ich Euch erzählt, daß meine Vorfahren väterlichseits sieben, acht Generationen lang in Birnbaum an der Warthe sich durchs Leben schlugen? Das war mal ein sauberes Städtchen, der Himmel weiß es! Dreitausend Einwohner, teils polnische Katholiken, teils preussische Protestanten, und Stücker dreihundert Juden hatte es auch. Periodisch zu Besuch kamen nach Birnbaum die Armeen der Schweden, der Moskowiter (einmal sogar mit „calmugkischen Reitern“, vulgo „denne Tartarenn“), ferner die Polen, die Sachsen sowie auch noch, immer wieder einmal: die Schwarze Pest. Eigentlich ein Wunder, daß Birnbaum und sein Völkchen die Zeitläufte überstand. Es wird aus Sturheit gewesen sein (und weil man das Städtchen nicht „den Polacken“, „den Deitschen“ oder gar „dem Jud“ überlassen wollte!) Wurde es einmal ruhig, ungewöhnlicherweise, legten die Einwohner selbst Hand an. So veranstaltete der Schützenverein Birnbaums periodisch festliche Schießereien, die gelegentlich aus dem Ruder liefen, was mindestens einmal dann zur kompletten Einäscherung Birnbaums führte. Der Wiederaufbau des abgefackelten Örtchens ist aber allemal gelungen, mit vereinten polnischen, deutschen und jüdischen Kräften. Birnbaum wurde irgendwann um 1200 gegründet, als Fischerdorf. Die evangelische Kirchenchronik hat nun aber ab dem frühen 17. Jahrhundert das Leben und Weben sowie den alltäglichen Wahnsinn Birnbaums getreulich protokolliert und dabei allerlei Lehrreiches, Erschreckliches und Denkwürdiges überliefert. Etwa die Geschichte von der Vergewaltigung eines ortsansässigen Schweines und dem kurzen Prozeß, den man mit den Beteiligten machte!

Es begab sich nämlich zu der Zeit, als der Starost Christoph von Unruh Besitzer der Herrschaft Birnbaum war, und zwar am 3. Juli 1673, also ziemlich genau ein Jahr, bevor der große, unvergessene Jan III. Sobieski zum König von Polen gekürt wurde, und des näheren, so meldet der Chronist noch erschauernd, am hellen Tag „zwischen 9 und 10 Uhr mittags“ (!), daß ein junger frommer (!), wenngleich stark kurzsichtiger Mann ungeniert mit einem Schweine geschlechtlich verkehrte! Dies, so sagte er im Verhör, habe ihm eine Hexe geraten, damit er …, – aber was red ich, lest doch selbst! Bitte:

 „Anno 1673 (den 3ten Juli) ist allhier bei uns zwischen 9 und 10 Uhr Mittags, ein junger, frommer und fast schier blinder Mann, seines Handwerks ein Schneider, Namens M. Gurg. Jakob, welcher durch Antrieb des leidigen Satans, sich mit einer Sau vermischt, so von einem unserer Bürger, in desselben Forwerke, Namens Johann Manlowitzen, ist gesehen und offenbaret worden, welcher, wie er darum befraget, Was ihn dazu verursacht, hat derselbe zur Antwort gegeben, eß Wehre Ihm von einem alten Weibe gerathen Worden, Wann er daß thun Würde, Würde er Wiederumb zu seinem Gesichte kommen. Ist ihme aber oben bemerkten Tages, Erstlichen das Haupt abgeschlagen, Hernachmals Nebest der Sau, so noch am Leben war, auff das Holz geleget und verbrannt worden.“

Den Bürgern Birnbaums war dies eine eindringliche Lehre. Von solchen Schweinereien hat man in der Folge tunlichst abgesehen. Freilich, Hexen hat man noch ein halbes Dutzend auf dem Marktplatz zu Birnbaum verbrennen müssen, bis der „leidige Satan“ sich andere Einflussmöglichkeiten suchte. Doch war der Vorfall mit der Sau vielleicht ein Vorzeichen des Himmels? (Es war schon ein Komet gesichtet worden!) Denn merkt wohl: Im nämlichen Jahre 1673 besiegte Jan Sobierski das Heer des osmanischen Großwesirs Köprülü Fatih Ahmed; und exakt zehn Jahre später, 1683, wurde Sobieski zum Heiligen Retter des christlichen Wiens vor der türkisch-muselmanischen Gefahr! War die Hinrichtung des Schneiders Jakob und seiner unzüchtigen Sau also möglicherweise ein Wink und Fingerzeig unseres Hlg. Herrn Jesu, betreffs hinkünftiger Zerschmetterung der ungläubigen Horden? Wie? Ihr meint nicht? Dann muß ich Euch noch mehr von den Birnbaumern erzählen…

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Jan III. Sobieski, König von Polen, Held der Christenheit, Gegner des EU-Beitritts der Türkei....