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Elefantenbeerdigung. Schweigen oder Schreien?

25. Juli 2011

Musik: Gustav Mahler

Ist dies ein retrograder, die Vergangenheit verklärender Wunschtraum, oder gab es das in meiner Kindheit tatsächlich einmal? Dass das Radio – Fernsehen spielte noch kaum eine Rolle –, bei wirklich erschütternden Welt-Ereignissen, stundenlang bloß getragene Musik spielte? Knapp und beherrscht, sozusagen mit schwarzer Krawatte in der Stimme, wurden die Nachrichten verlesen, dann gab es Chopin und Brahms zum Nachdenken und In-Ruhe-Traurigsein. Wer nicht traurig war oder keine Lust auf Nachdenken hatte, schaltete das Radio halt aus oder er konnte Radio Moskau einstellen, wo eine Dame mittleren Alters jeden Abend gleichmütig kryptische Zahlenkolonnen in den Äther murmelte, welche von Spionen draußen an den Weltempfängern beflissen mit unsichtbarer Geheimtinte auf spezielle Spickzettel notiert wurden.

Als älteres und etwas verschrobenes Kind pflegte ich meine Weltverzweiflung – Gothic, Grunge und TripHop gab es ja noch nicht – gern z. B. mit dem Trauermarsch aus Gustav Mahlers 5. Sinfonie in cis-moll zu untermalen bzw. zu bestätigen. Freilich, dieses Sahnestück trauermusikalischer Monumentalsymphonik ist so pastos-pompös und Pathos-gesättigt, dass ich mich beim Anhören immer unwillkürlich auf einer Elefanten-Beerdigung wähnte, auf der endlose Reihen solcher imposanten Rüsseltiere in traumverloren retardiertem, tonnenschweren Trampeltrott zu Paukenwirbeln, wienerischem Geigen-Weinen und gelegentlichen, herzzerreißend dissonanten Posaunenstößen aus ihren anklagend hoch geschlenzten Rüsseln zum Friedhof walzten, und dann musste ich fast schon wieder ein bisschen lächeln.

Die tägliche Medienmahlzeit war noch frugal und der Seelenhaushalt dementsprechend schlank und beweglich. Heute wird von Print, TV und Internet auch jede noch so winzige Denkpause mit einem übel riechenden, klebrigen, hirnzersetzenden Geschwätz vollgekübelt. Voll aufgedreht sind die Phrasophone und Trivialtrompeten und ergießen routiniert und gnadenlos ihre Plapperkaskaden, in Livetickern und Leid-Artikeln, ihren würgenden Brei aus Tränensülze und zähem Worthülsenstroh, der nichts offenbart als die sinistre Geistesferne, Gemütskälte und Herzensleere eines sich um sich selbst drehenden  Apparates. Getrieben von der Logik des Sensationellen und ausgepumpt von der Inflation der Superlative, ist alles, vom Tsunami über das Loveparde-Desaster bis zum Massaker in Norwegen selbstredend eine „unfassbare Tragödie“ und eine „unermessliche Katastrophe“, nach der „das Land sich verändern wird“ und, natürlich, dumpfes Orakel, vor allem „nichts mehr so sein wird wie zuvor“.

Die Redundanz dieser Phraseologie entspringt nicht so sehr – wenn auch im Einzelfall evtl. schon –  der lähmenden Denkfaulheit von Redakteuren, Leitartiklern und Reden-Schreibern, sie ist dem System der Massenmedien inhärent wie ein unausrottbarer Herpes-Virus. Dessen Grundfluch liegt in dem Zwang, keine Minute innehalten zu dürfen; selbst während mühsam aufgebrachter Schweigeminuten läuten wenigstens die Kirchenglocken oder werden notfalls Bilder von Schweigenden gezeigt, vielleicht, damit man sich daran erinnert, was es eigentlich noch mal hieß, die Klappe zu halten. Neben dem horror vacui, aus dem heraus gegen das erschütterte Schweigen, gegen die Angst vor dem Sterben und das Vordringen des Nichts angelabert wird, hat das Elend mit der Armut der Sprache zu tun. Es gibt ein Entsetzen oder eine Erschütterung, dessen Gewalt sich nicht in Worten ausdrücken lässt. Dafür brauchte man ein Saxofon, eine E-Gitarre, einen Schrei, so unartikuliert und seelengepeinigt, dass alles Gerede daneben verstummt.

So einen Schrei oder so ein Schweigen für ein paar Stunden zu übertragen wird sich gewiss kein Redakteur überreden lassen, schon klar. Das Innehalten ist unwiederbringlich dahin. Wie eine palavernde Affenherde müssen wir alles bis zum Überdruss beschwatzen, solange, bis wir knöchelhoch in leeren Worthülsen waten, bis uns das Geröll, der Müll, das Gerede bis zum Hals steht.

Die alten Griechen, unter denen ich, gymnasial bedingt, aufgewachsen bin, führten einmal im Jahr, zum Dionysos-Fest, Tragödien auf. Sie waren zwar wuchtig und aufwühlend, aber durchaus nicht „unfassbar“, sondern dienten im Gegensatz gerade dazu, das Grauen und die Tragik des Existierens fassbar zu machen. Tragödie, das heißt wörtlich „Bocksgesang“ und war der Beschwörung des doppelgesichtigen (und bocksgestaltigen) Fruchtbarkeits- und Todes-Gottes Dionysos gewidmet, dem fremden Gott aus dem Osten, der zügellos zeugte und zertrat, was sich ihm in den Weg stellte. Ich stelle mir vor, die Zuschauer im Theatron haben dabei geweint, geschrieen und Sonnenblumenkerne gegessen, deren Schalen sie zwischen die Sitzreihen spuckten. „πολλ τ δειν κοδν νθρώπου δεινότερον„, sang der Chor die Worte des Sophokles: „Ungeheuer ist vieles, doch nichts ungeheurer als der Mensch“. Die Athener nickten ergriffen, seufzten vier Tage lang, dann wandten sie sich wieder ihrem Tagwerk zu – der Beraubung, Plünderung, Schändung und Ermordung ihrer Nachbarn.

– Und jetzt Musik.


Der Magister erklärt: „Dialektik“

15. August 2010

Der Dorfrichter Adolf

Immer wieder einmal werde ich zum Beispiel, das ist halt mein Job, gefragt: „Sag, Magister, was ist eigentlich noch mal genau Dialektik?“ – „Ganz einfach“, antworte ich dann keck (schon mal ein guter Anfang, oder?), „Dialektik ist, wenn sich Eines gerade durch sein innewohnendes Anderes, also durch Widerspruch oder Widerlegung, bestätigt und damit letztlich in seinem Sein, auf höherer Ebene hinwiederum, eben gerade durch sein Gegenteil also, bekräftigt, dabei andererseits sich aber auch ganz schön gewandelt hat.“ Manche Wissbegierige murmeln dann rasch: „Ach so, ja, na klar!“ Die meisten aber sagen: „Hä?“ – Ein Mutiger wirft sogar in dem Raum: „Kannze dat vlleich ma annem Beispiel klar machen?“ Kann ich natürlich – ist ja, wie gesagt, mein Job.

Die Veranschaulichung habe ich von unserem Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland, dem, na ja, zumindest dafür, Dank gebührt, nicht wahr? Also, Dialektik ganz einfach. Der moralisch-politisch Verantwortliche des Loveparade-Desasters erklärt heute im Interview: „Ich lehne einen Rücktritt ab, weil das hieße, keine Verantwortung übernehmen zu wollen.“ Nein, das ist nicht, wie der unbelehrte Volksmund glaubt, ein typischer Fall von „vom Schicksal gefickt“, und auch nicht eine simple Zwickmühle, sondern ein Beispiel echter höherer Dialektik. Mit anderen Worten beweist der Kommunal-Dialektiker damit seine höhere moralische Qualität als Nobelmensch erster Klasse, indem er gerade nicht tut, was in der Politik seine ureigene Rollenpflicht wäre, nämlich als federführendes und politisches Stadtoberhaupt zurückzutreten, um den Angehörigen der 21 Todesopfer und der Bevölkerung wenigstens symbolische Genugtuung und Erleichterung zu verschaffen. Er ist ein besserer Mensch, weil er es verschmäht, seiner moralischen Pflicht nachzukommen, weil, das wäre bloß gut, aber eben nicht das Gegenteil von gut, nämlich noch besser.

Oder, für die Lümmel in der letzten Bank, die nie was kapieren: „Ich bin vielleicht ein vernageltes Arschloch. Kann ja sein. Aber das muß erst bewiesen werden. Und damit ich dieser wichtigen Frage auf Grund gehen kann, muß ich widerstrebend im Amt bleiben, damit mir kein vernageltes Arschloch mir in die Untersuchung pfuscht!

In Heinrich von Kleists „Zerbrochenem Krug“ ist es der Dorfrichter Adam, der seine eigene Missetat aufklären will. Das Stück ist eine Komödie, denn es geht ja nur um eine versuchte Vergewaltigung und ein zerschmettertes Gefäß. Wie soll man nennen, was der Duisbu rger Oberbürgermeister mit seinen CDU-Schranzen aufführt? Eine … dialektische Farce? Ein Bubenstück? Eine Schule der Erbärmlichkeit?

The party goes on („selber schuld“)

24. Juli 2010

Das Ende der Party - der Ort des Todes (Foto: SPIEGEL online)

Duisburg am 24. Juli, 19.00 Uhr: Immer wieder knattern Helikopter im Tiefflug, landen im 15-Minutentakt; Sirenen durchschneiden die Abendluft. Blaulicht zuckt. Rettungssanitäter, Feuerwehrzüge, Bundesspolizei, Streifenwagen. Unverständliche Lautsprecherdurchsagen. Bereitschaftspolizei in Kampfmontur ist aufgezogen. Die Stadt ist faktisch von der Außenwelt abgeschnitten, die Autobahn gesperrt, der Zugverkehr eingestellt, das Handy-Netz zusammengebrochen. Stromausfall im WDR-Studio. Die Notaufnahmen der Kliniken haben Hochbetrieb

Es herrscht Chaos und Fassungslosigkeit. Vor dem Bahnhof drängen sich Menschen, teilweise alkoholisiert, unter Drogen und aggressiv – sie wissen nicht, wohin. Wohl neunzehn Menschen sind gerade im Gedränge zu Tode getrampelt worden oder von einer schmalen Beton-Treppe in den Tod gestürzt, achtzig Schwer-, ungezählte Leichtverletzte. Währenddessen geht, unfassbar, die Techno-Party unentwegt weiter, die Bässe donnern, als solle der brüllende Lärm die Katastrophe übertönen – angeblich hat man Angst, Massenhysterien auszulösen, wenn man den Rummel abbricht. Die Gefahr von Ausschreitungen ist noch nicht gebannt. Die stillgelegte Stadtautobahn füllt sich mit Sanitätszelten.

Per Webcam und Video-Stream verfolge ich „live“ und fassungslos das Desaster, eine Katastrophe, in welche die Verantwortlichen nahezu wissentlich und sehenden Auges hineinsteuerten. Eine groteske, nahezu unbegreifliche Kombination von Unfähigkeit, Fehlplanung, Verantwortungslosigkeit, Schlamperei und Dummheit. Seit Tagen habe ich mich, Zeitung lesend, gefragt, was den Loveparade-Veranstaltern, der Bundespolizei, der Deutschen Bahn und der Stadt denn eigentlich als Lösung vorschwebte, wenn die offiziell erwarteten (!) anderthalb Millionen Party-Besucher durch einen einzigen (!) Eingang auf einen abgesperrten Platz drängen, der für gerade 500.000 Menschen ausgelegt ist. Wie um Himmels Willen hatte man sich das gedacht? Was hatte man geplant, wenn Hunderttausende frustrierter, überhitzter, alkoholisierter, mit Drogen aufgeputschter, erschöpfter, enttäuschter junger Leute nach stundenlanger, strapaziöser Anreise auf das bereits überfüllte Party-Gelände drängen würden und dann zwischen den Gittern und Absperrungen nicht mehr ein noch aus, bzw. nicht mehr vor- und nicht mehr zurück wüßten? Wie soll man das anders nennen als ein programmiertes Chaos? Eine willentlich in Kauf genommene Katastrophe?

Kann man das irgendwie erklären? Vielleicht durch besinnungslose Profit-Gier, Kommerz-Verblödung, Geltungssucht, allgemeine voluntaristische Schönrednerei im Vorfeld, durch kollektive Borniertheit und verantwortungslosen Leichtsinn, durch die banale Selbstbeweihräucherungssucht der sog. Event-Manager oder den Dilettantismus inkompetenter „Stadtväter“? Durch die selbstzufriedene Sturheit einer völlig überforderten Polizei? Hat man gedacht, es würde schon, gegen alle Prognosen, irgendwie gutgehen? Wie hat man das allen Ernstes glauben können?

Es gab viele Stimmen, die Zweifel daran äußerten, dass eine arme, unterorganisierte, schlecht ausgerüstete, logistisch überforderte und überdies in solchen Veranstaltungen unerfahrene Halbmillionenstadt wie Duisburg ein Ereignis mit 1,5 Mio. Menschen organisieren und sichern könnten. Sie wurden als Miesmacher und Stimmungskiller zum Schweigen gebracht. Die Kritiker und Skeptiker störten die Selbstbesoffenheit der Kulturhauptstadt-„Macher“. Ein junger Mann, der der tödlichen Massenpanik um ein Haar entging, hatte die Polizei schon vor dem Desaster dringlichst gewarnt. Die Antwort der Polizei: „Willst DU das hier organisieren, oder was?“

20.30 Uhr. Die medialen Gebetsmühlen sind angeworfen, die offiziösen Krokodilstränenwerfer arbeiten voll Rohr. Mechanisch wird wieder von „Tragödie“ und „Tragik“ gelabert. Aber „tragisch“ nennt man unausweichliche Unglücksfälle. Das Desaster von Duisburg war keineswegs unausweichlich. Es war, wie gesagt, mehr als voraussehbar. Die Krokodilstränen werden bald wieder trocknen. Noch immer wummert die Parade der Floats aus 300.000 Watt-Anlagen.

20.45 Uhr: Die Schuldfrage ist schon geklärt. Die Verantwortlichen haben nicht die Verantwortung. Der frischgebackene (bislang in Duisburg wirkende) NRW-Innenminister Jäger findet in einem ersten Interview, die „Polizei“ habe „gute Arbeit gemacht“. Die Pressekonferenz der Stadt Duisburg findet, sie, die Stadt, die Behörden und die Planer  trügen keine Schuld; schuld seien vielmehr eindeutig die Opfer selbst, die sich nämlich „nicht an die Spielregeln gehalten“ hätten.

22.10 Uhr: Der Duisburger „Krisenstab„, namentlich der ganz offenbar Hauptverantwortliche, „Sicherheitsdezernent“ Wolfgang Rabe, schießt sich darauf ein, auf übelst demagogische Tour übrigens und mit steinern-zynischer Fresse, den jungen Todes-Opfern selbst die Schuld zu geben. Die hätten sich nämlich „irrational verhalten“. – Als hätte man nicht GENAU DAS zuvor einkalkulieren müssen! Als wäre es nicht die eindeutige Aufgabe der Sicherheitsbehörden, solch irrationales Massenverhalten – was bei Loveparade-Veranstaltungen ja vorkommen soll – eben vorauszusehen und im vorhinein (!) unmöglich zu machen! Was für eine ungeheuerliche Dreistigkeit den Opfern und ihren Familien gegenüber! Nebenbei: Immerhin sitzt in Duisburg z. B. das weltweit anerkannte und renommierte Fraunhofer Institut, das mit seinen Forschungen und Konzepten zur Steuerung und Sicherheit von Menschenmassen-Ansammlungen, bereits geholfen hat, etwa in Mekka die berüchtigten und gefürchteten Massenpaniken unter Pilgern fortan zu verhindern. Dort wird man das Wort „Risikoanalyse“ ja wohl eigentlich kennen. – Hat der Herr „Sicherheitsdezernent“  da nicht mal nachgefragt,vorher? Hatte er das nicht nötig, weil Massen ja bekanntlich immer  „den Spielregeln folgen“? *

(Nachtrag 26. 07. 2010: Inzwischen ist bekannt, daß der Professor für Physik des Transports, Prof. Michael Schreckenberg, sehr wohl in den Planungsstab „eingebunden“ war – was immer das konkret heißen mag. Seine nachträglichen Einlassungen wirken merkwürdig fahrig und unkonkret. Die spätere Todesfalle hatte er zumindest „im Vorfeld“ nie gesehen oder betreten. Welche Rolle die „Experten“ gespielt haben, ob man auf ihre Expertisen oder gar Warnungen gehört oder sie in den Wind geschlagen hat, wird erst noch zu klären sein. Immerhin war Prof. Schreckenberger der m. W. EINZIGE, der sich „von Schuld nicht freisprechen“ wollte…)

22.50 Uhr: Noch immer kreisen Kampfhubschrauber der Bundespolizei über Duisburg. Im Fernsehen verbreiten die unmittelbar oder politisch Verantwortlichen – schier unfaßbar kaltschnäuzig und arrogant der Herr Ex-WDR-Indentant und Kulturhauptstadt-Chef Fritz Pleitgen – geradezu haarsträubende Lügen bzw. Halbwahrheiten, um jede Verantwortung von sich zu wälzen Es ist wirklich unsagbar widerlich.  Ich glaube, ich war von dieser Politiker-Kaste schon lange nicht mehr derart angewidert und abgestoßen. Ein wahrhaft unsägliches, erbärmliches Schauspiel. Zum Speien.

23.03 Uhr: Plötzlich und noch immer ohne jede Erklärung (!) stoppt in der Party-Zone nun endlich, endlich, fünf Stunden nach dem Horror-Desaster, das Gewummer. Man spielt nun Meeresrauschen (!) ein und schickt die Leute sang- und klanglos nach Hause. Bis zu Stunde wissen noch immer Zigtausende junger Party-Gänger nicht, was überhaupt geschehen ist. So will es das sich selbst ohne Scham so nennende „Krisenmanagement„. Ich wußte gar nicht, daß die Richter-Skala des Zynismus nach oben dermaßen offen ist.

Für neunzehn junge Frauen und Männer ist die Party jedenfalls vorbei. Für immer.  – Selbst schuld, ja?

PS: Krododilstränenwerfer und erste kritsche Fragen hier:

http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Das-toedliche-Unglueck-wirft-Fragen-auf-id3279049.html

Hier noch eine Zuschrift aus Maidenhead, London, UK:

Chris Irwin schreibt auf facebook

„It’s not over until the fat bastard(s) owns up.

By strange coincidence on Saturday evening, I was sat at the PC bellowing with laughter at a blog posting made by good mate, philosophy lecturer and scribe extraordinaire: Duisburg resident Reinhard Haneld (aka 6kraska6). A while later, I was prompted from my semi-slumbers during the evening TV news upon hearing the word ‚Duisburg‘ and began to see initial reports of this appalling state of affairs.
Knowing from his blog that he is not shy of attending the occasional odd venue/locale in the eternal pursuit of satisfying his curiosity and that of his ardent readers, I hasten computerwards to establish contact. I was relieved to learn pretty quickly that at least all is well in his household. His daughter set out to attend the party, but could not get in. His wife – a TV reporter – is out there at ground zero covering the carnage.
The following morning, I receive further news and see that he has posted a report listing the events and posing some very heavy questions about responsibility.
The report is available in German on the link (I might translate it later). It seems that person or persons hitherto unknown fucked up big time. The whys and wherefores will doubtless/possibly emerge eventually, not that this will be any consolation to those who are mourning young loved ones.“