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Klagen in Tränenfurt

7. Juli 2012

Die große alte Träne im Knopfloch der Selbsterfahrungsliteratur

Zu meinen exzentrischen Hobbies gehört es, nach Möglichkeit allsommerlich auf 3Sat dem Ingeborg-Bachmann-Literaturwettbewerb zu Klagenfurt beizuwohnen und mit wohligem Gruseln schaudernd zu verfolgen. Wahrscheinlich tut das außer mir niemand. Oder vielleicht noch die Eltern und Tanten der DebütantInnen beiderlei Geschlechts, welche dort mit zittriger Stimme oder hornbrillenschwer selbst gehäkelte Texte vortragen, – vorwiegend unfassbar dünnblütige, sterbenslangweilige GermanistInnen-Prosa über angelesene Erfahrungen und falsche Gefühle: Wehrlos durchstreift man zähflüssig-triviale stilistische Holperstrecken durch Wüsten verdorrter Erlebnisdefizienz, kramt in unerbittlich prätentiösem Sprach-Nippes aus den trostfernsten Geistes-Einöden Deutschlands, Österreichs und, nun ja, der Schweiz, die man zum deutschen Straf-, quatsch, Sprachraum rechnet, und man seufzt herzenstief: Ach, ach. Innerfamiliäre Traumata, unausgegorene und mediokre Durchschnitts-Psychosen sowie immer wieder gern das Misslingen halbherziger Beziehungskatastrophen aus feministischer Sicht wollen zur Sprache kommen, was nicht unbedingt immer von vollem Erfolg resp. Kunstgenuss gekrönt ist, denn Sprache ist ein sprödes, sensibles Geschöpf, das wimmert und ächzt, wenn man es misshandelt, und solche Nebengeräusche werden als durchaus störend empfunden.

Nicht so allerdings von den öffentlich-rechtlich bestallten, tiefschlafgestählten Schmocks und Schnarch-Ischen in viel zu jugendlichen Retro-Knautschlack-Blousons, die über das gequälte Quark-Unglück als Juroren zu Gericht sitzen (also die Ischen, nicht die Blousons – man sieht, die deutsche Grammatik steckt voller Tücken!): Mit schonungslosem  Bierernst wird auch der bestürzenst vergeigte Intellektualschamott und -schrott noch hoch und heilig emporgewürdigt und egal wegaffirmiert, denn, erstens, Verrisse möchten Verlagswesen und Buchhandel nicht so gerne hören, ätzenden Kritiker-Esprit verschmäht das ohne schmale Publikum und drittens schwebt über dem permanent überanstrengten Elend immer noch unausrottbar wie die haltbare Graugans dräuend der Geist von Ingeborg Bachmann, der großen, alten Träne im Knopfloch humorfreier Selbsterfahrungsliteratur. – „Texte“: Aus Staub seid ihr geboren, zu Staub sollt ihr wieder werden – zwischendurch aber gut verkauft und in vormittäglichen VHS-Lesekreisen von postklimakteriellen Beflissenheits-Damen unbedarft stur erörtert und mit wackelndem Kopf wägend durchsonnen. Durchsonnen? Doch, doch.

Aus Gründen das gender-Proporzes muss hier eingeschoben bzw, dienstbeflissen unterstrichen werden, dass die Misere nicht geschlechtsspezifisch webt & west. Auch die zumeist zornigen oder zumindest tief vergnatzten jungen nerd-Herren ziehen Leichenbittermienen und demonstrieren aus jeder Pore, dass es ihnen mit der LITERATUR! bitter-würgender Ernst ist. Einziger Unterschied: Im Schnitt schauen Damen mehr ins unaufgeräumte Innere, während die Herren zumeist entschieden zuviel gelesen haben (vorwiegend Thomas Bernhardt, Jack Kerouac, William Borroughs, Rainald Götz). Ein drittes, mysteriöses Geschlecht vertritt alljährlich eine Quoten-Migrantin aus Slowenien, Serbien, Russland oder Bosnien-Herzegowina. Sie ist kreidebleich vor schwerer Kindheits-Vergangenheit, trägt eine pechschwarze Herta-Müller-Gedächtnis-Frisur und radebrecht recht und schlecht etwas Bürgerkriegsfolklore oder Migrantenschicksal „zwischen den Kulturen“. – Meistens ist deren Auftritt der Moment, an dem ich entweder hysterisch zu lachen beginne oder, wenn ich allein bin, hemmungslos Unflätigkeiten in den Fernseher schreie.

Das ist also nun die Crème der „deutschsprachigen Literatur“? Wahrscheinlich wohl, ja, und das ist, um es frank und frei zu sagen: blankerwegs erschütternd. Beinahe, ja schon nahezu (und mit ganz wenigen, umso strahlenderen Ausnahmen) nichts Sinnliches, Böses, Temporeiches, Junges,Freches, Riskantes, Sadistisches, Sarkastisches, Zeitgemäßes, hemmungslos Verspieltes und Albernes oder, Gott bewahre! Ironisches, Theatralisches oder gar Cooles, Amüsantes oder Unterhaltsames! Null Überraschungen, Erkenntnisgehalt: praktisch kalorienfrei. Wortgewandtheit besitzt man ja vielleicht, aber man zeigt es nicht, denn man hat seine Magisterarbeit über Thomas Mann geschrieben, Peter Handke oder, gähn, Adalbert Stifter, der körpereigene Restwitz hat sich dabei komplett in Sitzfleisch verwandelt und wilde Ausdruckslust in tödlich öde-dröge Seminar-Germanistik, unterfüttert mit Feuilleton-Zuckerwatte und banalem Szene-Kneipen-Gequatsche.

Klagenfurt ist eine Leistungsschau der literarischen Nachwuchsjugend, also, sehen wir dem Unheil furchtlos ins Auge, derjenigen Generation, die wir einstmals, in Anfällen von Besinnungslosigkeit und akuter Verantwortungserblindung, mal im Eifer der Begierde gezeugt, fortan nolens volens rundum umsorgt, gepampert, beschützt, mit unverdientem Lob überschüttet, zudem geduldig ertragen, therapiert, bezahlt, aufgezogen und zwölf Jahre lang zur Reitstunde oder zum Ballett-Unterricht gefahren haben. Wir ernten, was wir säten, und fassen es nicht.

Die Klagetexte in Tränenfurt bringen eines gnadenlos ans Licht: Humor ist der unverzichtbare Grundbestandteil sozialer und literarischer Intelligenz, und der fundamentale Mangel an diesem sowie an Selbstironie der Grund, warum euch im ganzen deutschen Strafraum kein türkischer Türsteher in einen Club lässt. Eine miese Erfahrung, sicher, und eine narzisstische Kränkung, über die man tefflich und unbedingt einen Text schreiben sollte – wenigstens in der Geistesmetropole Klagenfurt wird man ihn sicher  „überragend“ finden. 

Sprachblondinen verursachen N400!

29. Mai 2009

ÜBER HYPNOTISCHE SÄTZE, DEN N400 UND DIE BLONDINEN VON RIGA

Kennt das noch jemand? Daß man von einem einzigen Satz hypnotisiert und gewissermaßen gekidnappt wird? Mir ging das heute so mit einem irgendwie mysteriösen Satzgefüge von Franz Kafka, das geht so:

Verstecke sind unzählige, Rettung nur eine, aber Möglichkeiten der Rettung wieder so viele wie Verstecke. Es gibt ein Ziel, aber keinen Weg; was wir Weg nennen, ist Zögern.“

Ich weiß nicht genau, warum, aber diese beiden ominösen Sätze lähmen mich irgendwie, weil, einerseits stimmt meine Lebenserfahrung Kafkas seltsamer Diagnose eifrig nickend zu, andererseits bekomme ich bei jedem Durchlesen einen N400. – Jetzt habt Ihr auch einen N400, oder? N400 nennen die Neuropsychologen einen Ausschlag beim EEG, der immer dann erfolgt, wenn einem Probanden oder Patienten während der Hirnstrommessung ein Satz vorgelegt wird, der in sich semantisch unstimmig ist. „Langbeinige blonde Mädchen träumen von Model-Karrieren“ – das ergäbe im EEG nichts Auffälliges. „Langbeinige blonde Schäfchen träumen von Model-Karrieren“ dagegen gäbe einen Oops?, also einen N400. Was Kafkas Satz betrifft, so tapse ich irritiert in ihm im Kreis herum und zögere, aus ihm wieder herauszukommen. Er erzeugt, was er behauptet. Das ist merkwürdig und selten, vor allem in der Kürze.

Bei langen Texten geht das schon leichter. Ich erinnere mich, während des Studiums eine ungefähr hundertseitige Vorlesung über das Phänomen der Langeweile studiert zu haben; sie stammte vom berühmten Schwarzwälder Seins-Beschwörer Martin Heidegger und war stilistisch dermaßen fädenziehend langweilig, daß sie sich sozusagen gleich selbst zum Beispiel nehmen konnte. Lachtränen und Gähntränen mischten sich beim Augenreiben! Ich weiß nicht, ob der alte Fuchs das beabsichtigt hatte, für Humor war er eigentlich nicht bekannt. Aber unfreiwillige Komik erheitert ja oft mehr als krampfhaft gewollte, oder?

Außer Sätzen, die sich auf Leser-Hypnose verstehen, gibt es noch solche, die praktisch mit Zeitzünder arbeiten; sie bleiben nach der Lektüre erstmal wie tot im Kopf liegen und dämmern schon dem Vergessen entgegen, und dann explodieren sie plötzlich und aus ihnen regnet ein kleines oder größres Häufchen Blödsinnskonfetti. Beispiel gefällig? Hier habe ich eine Zeitungsmeldung von heute, die gleich einen zweistufigen Zeitzünder besitzt, bei mir jedenfalls:

Blondinen gegen Krise. Mit einer Pfingstparade durch Riga wollen hunderte blonde Frauen die durch die Wirtschaftskrise getrübte Stimmung in Lettlands Hauptstadt aufhellen. Mindestens 500 Teilnehmerinnen würden an der Parade am Sonntag teilnehmen, sagte die Chefin des Verbandes blonder Frauen, Marika Gidere.“

Zunächst überlas ich die beiden Sätze achselzuckend, um zum Sportteil überzugehen, denn die begehrte unfeiwillige Komik nistet gern im Stil der journalistischen Sportlyriker. Erst Minuten später setzte ein durch N400 verursachtes Kopfschütteln ein: Wieso, fragte es sich in irgendeinem meiner entlegeneren Hirnareale, soll eine „Parade“  ausgerechnet blonder Frauen etwas an einer Wirtschaftskrise ändern? Die Idee klingt ja wie vom Satiriker und Absurdisten Slawomir Mrozek erfunden! Was soll dieser Quatsch denn? So oder so ähnlich nörgelte es in meinem Kopf noch eine Weile weiter, bis ich dem Gemaule, wie meist, mit einem abschließenden „Die Welt ist eben voller Blödsinn“ ein Ende machte.

Ich ging zur Tagesordnung über. Der nächste Tagesordnungspunkt lautete: Einen zweiten Becher Kaffee trinken. Ich erledigte dies gerade gewissenhaft, als es in meinem Hirn leise „puff“ machte und ein aufgeregt blinkendes Fragezeichen einen neuen N400 ankündigte: Wieso, bitte, warum und zu welchem Behuf braucht es in Lettland einen „Verband blonder Frauen“??! Gibt es das etwa bei uns auch, oder ist das eine baltische Spezialität? Sind dort nicht eh alle Frauen blond? Oder doch etwa eine unterdrückte, wegen ihrer Haarfarbe verfolgte und inkommodierte Minorität? Ist Blondheit dort irgendwie bedroht?  Warum sollten blonde Frauen sich sonst überhaupt in einem Verband organisieren? Zur Weiterbildung? Und sind sie mit dem Verband der Brünetten verfeindet, oder ist das eine Schwesterpartei? – Lauter Fragen stoben auf im Synapsengewitter, und wäre ich in diesem Moment an ein EEG-Gerät angeschlossen gewesen, hätte dieses bestimmt verrückt gespielt! Schon begann meine Phantasie zu wuchern und sich in das Verbandsleben der Letten und speziell der weiblichen, blonden hineinzufräsen, da rief ich dem  davoneilenden Hirnschwurbel gerade noch rechtzeitig ein energisches „Platz! Sitz! Aus!“ zu, um meine Gedanken wieder bei Fuß zu bekommen.

Aber geschafft hatten sie es trotzdem, diese Zeitungstext- bzw. Sprachblondinen, und zwar etwas, was reale Frauen, zumindest allein aufgrund ihrer eventuell vorliegenden Blondheit, gar nicht vermögen: Ich war nachhaltig irritiert! –  Nun gilt es natürlich erst einmal, die weitere Entwicklung der lettischen Wirtschaftskrise zu verfolgen. Wie der Kafka-Franz lehrt: Möglichkeiten der Rettung gibt es wieder so viele wie Verstecke – wenn Riga also demnächst einen Aufschwung meldet, müssen wir wohl über Blondinen umdenken oder wenigstens, meine verehrten Freundinnen, auf jeden Fall mal nachblondieren!

Indianer überfallen Lößnitzdackel!

24. Mai 2009
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Auf unsre roten Brüder ist Verlaß: Keine Langeweile in Radebeul

WISSENSWERTES ÜBER KOMMENDE FEIERTAGE (LANGEWEILE)

Waren das Aufregungen in den letzten Wochen! Die Spannung siedete im mittleren Unerträglichkeitsbereich. Wer wird Deutscher Meister? Wird Sandy, Mandy oder Wendy Germany’s Next Top Moppel? Sterben wir alle an der Schweinegrippe? Schägt einer den Raab? Heißt Fiat bald Opel?  Machen wir wieder den letzten Platz beim Eurovision Song Contest? Welcher neue Super-Stern geht am taubstummblauen Plastik-Himmel Dieter Bohlens auf? Wird Hotte „Boring Old Fart“ Köhler noch einmal diese wuschige Zahnfee aus dem Osten besiegen? – Ein „Herzschlagfinale“ jagte das nächste, Tränen des Glücks, der Enttäuschung und Erleichterung wurden der Öffentlichkeit dargebracht, ganz Deutschland tat, was es ruhig öfter mal machen sollte, es hielt die Luft an. Pokale und Schalen wurden geküsst, Trostpreise vergeben, den Eltern und Sponsoren gedankt, und ganz besonders auch den Fans draußen an den Empfängern. Nun ist alles besiegt, besiegelt und besoffen: Deutschland kann wieder aufatmen, durchpusten, Sauerstoff tanken, die Seele baumeln lassen usw. Wunderbar, diese Ruhe. Oder…? Oder? Manch ein Mitglied der „nationalen Erregungsgemeinschaft“ (Sloterdijk) trommelt schon wieder nervös mit den Fingern: Und jetzt? Was kommt jetzt? Jetzt, so steht wahlweise zu hoffen oder zu befürchten, senkt sich das blöde, bleiern-banale Nichts fädenziehender Langeweile über das Land und erstickt alles menschliche Leben!

Manche nennen es Bundesliga-Pause, andere Sommer oder Regenzeit. Noch andere, deren Freud unser Leid ist, nennens Hauptsaison. Die Kollegen meiner Gattin verwenden noch immer den alten, liebenswerten Ausdruck „Saure-Gurken-Zeit“, der entweder, wie das englische season of the very smallest potatoes eine bedenkliche Ernährungslage meint oder eine Verballhornung des jiddischen Ausdrucks „Zóres-und Jòkresszeit“ für „Not und Teuerung“ darstellt, in jedem Falle aber bedeutet, daß man als Journalist noch kreativer sein muß als sonst, wenn man eine einigermaßen ansehnliche neue Sau durchs Dorf jagen will.

Wenn TV-Magazinen nichts Gescheites einfällt, können sie immerhin eine Straßenumfrage veranstalten und nach dem Sinn der bevorstehenden christlichen Feiertage Finxten und Frohen Leichnam fragen. Was haben wir uns an den Antworten der weitgehend ahnungslosen „Generation Doof“ schon be-ömmelt! Die Dummheit der anderen ist ja immer wieder ein ungetrübter Quell der Freude und Seelenerheiterung! Dabei, ich weiß zwar, warum Pfingsten gefeiert wird ( – wir gedenken des Ereignisses, das sich begab, als die Jünger Jesu plötzlich allesamt einen schweren Hau bekamen und ihren Mist nicht nur aramäisch, sondern auch dänisch, finno-ugrisch, uigurisch und auf Bantu predigen konnten; – Pfingsten ist daher auch bekannt als Tag des Zungenredens vulgo der Dolmetscher – Gruß an Chris nach UK!), aber den katholischen Fronleichnam muß auch ich immer mal wieder nach-googeln, weil es sich dabei um eine schon recht abgefahrene theologische Spinnerei handelt: An diesem auch als „Blutfest“ oder „Corpus Christi“ bekannten Fest feiert man die leibliche Gegenwart Jesu Christi in der Eucharistie.

Wenn Ihr auch das nicht kapiert, müsst Ihr halt mal eine katholische Heilige Messe buchen und Euch anschauen, was da abgeht, Freunde! Wenn der Mann mit dem kostbarsten Gewand da vorne auf der Bühne mit so einer Schelle klingelt, die Schale mit den Hostien-Oblaten hochhebt und dabei murmelt: „Hoc est corpus meus“ („Dies ist mein Leib“), dann meint man in diesen Kreisen, sei eben dieser Leib des Leibhaftigen, Quatsch, des Herrn, bzw. der von seinem Sohn, da irgendwie konkret und krass am Anwesen. Das schlichte Volk, des Kirchenlateinischen kaum mächtig, verstand bei der Priesterformel immer nur „Hokospokus“, womit, letzten Endes, darüber auch schon so ziemlich alles gesagt ist.

Wenn alle Brückentage abgefeiert sind, ist definitiv Sense, dann ist im Lande große Pause, dann sind Nasebohren, Haareraufen und Nägelbeißen angesagt, – eine Periode oder Phase großer Gefahr im übrigen, denn anthropologische Forscher haben herausgefunden, daß der gemeingefährlichste Unfug unter Humanpopulationen zumeist aus Langeweile veranstaltet wird, wofür der katholische Hokuspokus ja nur ein einfaches Beispiel ist. Aus Langeweile werden Rauschmittel eingenommen, Ehen geschlossen oder gebrochen, Kriege geführt, oder es wird wenigstens von den Nachbarn andauernd gegrillt – meine Terrasse ächzt seit Tagen unter den Miasmen verkohlten, innen noch blutigen Schweinefleisches (von wegen saure Gurken!), oder, besonders perfide, es riecht ganz mörderisch nach verschmorten Sardinen! Das ist doch widerlich! Lassen Sie das! Ich will den feinen Aromen frischen Spargels nachschmecken! Gegen Sie weg mit Ihrem blöden Fisch da!

So, da bin ich wieder, mußte nur eben was über die Hecke rufen. – Befreit vom Zwang, sich über Langeweile zu beklagen, sind an diesem Wochenende allein die Bewohner der wunderschönen Karl-May-Stadt Radebeul bei Dresden. Über diese lese ich heute auf der Wikipedia-Startseite: „Die Wein-, Villen- und Gartenstadt mit ihren acht historischen Dorfkernen und zwei Villenquartieren liegt nordwestlich von Dresden zwischen der Elbe im Süden und den Weinhängen der Großlage Lößnitz im Norden“. So weit, so gut, aber jetzt die Frohe Botschaft für alle Blutsbrüder Winnetous und Apanachis: „Die Schmalspurbahn Lößnitzdackel, die durch den tief eingeschnittenen Lößnitzgrund Richtung Moritzburg und von dort weiter nach Radeburg fährt, wird an diesem Wochenende im Rahmen des Fests wieder von Indianern überfallen“! – Wird das vielleicht Schule machen? Nun, wie wir Medienmenschen gerne sagen: Man darf gespannt sein!

PS: Zum Wochenendausklang für meine agnostischen Freunde noch ein hübsches Liedchen: ERDMÖBEL mit „Einer wie wir“ („If God were one of us“)