Da gäht därr Post ab durrch där Däcke, liebä Froindä!


Familie Poplski (Mitte: Gründer Achim Hagemann als Pavel, daneben Cousinetschka Dorota aus der Telefonzentrale)

Wer das noch nicht gesehen/gehört hat, hat den Trend verpennt: „Hey, hey, wos is därr los!“ plärrt Pavel Popolski frenetisch in den brutalstslawisch losfetzenden Bläser-Funk der eineiigen (wenngleich nur durch karierte Saccos verähnlichten) Sauf-Zwillinge Henjek & Stenjek hinein;  der kleine Brudärr Janusz, ohne Alk extrem schüchtern und verdruckster Träger beige-farbener Pullunder mit Rautenmuster, „därr trubste Tasse därr Fammillje“, pumpt den pulsierenden E-Bass, der blinde Bruder Danek, der sein Piano in der Rumpelkammer stehen hat, weil er ja ohnehin nichts sieht, singt verdächtige Hits, Bruder Merek läßt die „Stratocastrvic“-Guitarre jaulen, Pavel trommelt wie der Teufel in Krakow, Bruder Tommek, der „Tiger von Zabrze“ gibt den polnischen Ersatz-Elvis, und dann „gäht därr Post ab, liebä Frroinde, abärr  durrch die Däcke!“ Tante Baisha bringt aus der Küche frischen Bigos-Eintopf, der gute, 100% reine Sobieski-Vodka fließt in Strömen („heite muss ich vielleicht mal eine kippen, liebä Frroindä!“), – kurz die Losung heißt wieder „Nastruwko!“ Bzw.: Party, bis der Doktor kommt.

Die heißeste und schärfste slawische Schönheit der Familie Popolski, Cousinchen Dorota („aus der Telefonzentrale“), in die ich etwas verliebt bin, stretcht ihren hinreißenden Super-Body ins rote Schlauchkleid chansonniert einem Gänsehaut auf die Unterarme, und „in därr Kuche“ auf der Eckbank versucht Aufnahme-Leiterin Tante Apollonia stoisch-realsozialistisch, den Überblick zu behalten. Das ist nicht einfach, denn es sendet die „komplett bekloppste“ chaotische  Vollblut-Popmusiker-Familie Popolski, „aus därr Wohnzimmer in därr Plattenbausiedlung von Zabrze“, und Kenner wissen, jetzt steppt definitiv der Bär, jetzt gibt’s kein Halten mehr, jetzt ist pop-polnische Funk-Polka angesagt, bis das Kondenswasser von der Schrankwand tropft!

Von der Nachbarin Frau Drepzcewynski aus dem elften Stock wird schon mit dem Besenstil gegen die Decke geklopft, aber egal. Wer einmal im Läbänn war eingeladen auf Party in Wohnzimmer von Familljä Popolski, därr weiß, was heißt FEIERRN! Nasdruvko! Die Popolskis („if you can make it in Zabrze, you can make it anywhere!“) sind, gar keine Frage, der heißeste, wahnwitzigste, groovendste, wüstete Pop-Act, der aus dem eigenen Wohnzimmer sendet. Den Popolskis liegt es im Blut. Das liegt an Opa Popolski. Hört, liebe Freunde, die unglaubliche Geschichte:

„Die wohl unglaublichste Geschichte aus der Welt der Popmusik gelangte in der jungsten Vergangenheit endlich ans Licht der Öffentlichkeit: So gut wie alle Top-Hits der letzten Jahrzehnte sind geklaut! Die eigentlichen Urheber der Songs sind die Mitglieder einer vollig unbekannten, verarmten Musikerfamilie aus Polen: Der Familie Popolski! Nachdem „Der Familie Popolski“ sich 2008 erfolgreich in das laufende Programm des WDR chackte, um der verblufften Weltöffentlichkeit die Wahrheit uber die eigentlichen Urheber der Popmusik zu verkunden und sich hieran eine Tournee in ausverkauften Konzerthallen in der gesamten Republik anschloss, hat sich der Familie nun zuruckgezogen, um aus dem schier unerschöpflichen Fundus des Opa Popolski weitere Schätze der Popmusik fur ihr Publikum freizulegen. Und jetzt sind sie zuruck!- „From Zabrze with Love“ ist Name und Motto eines Abends, an dem „Der Familie Popolski“ zuruck auf der Buhnen geht, um nicht nur weitere Originalversionen verhunzter Pophits sowie Klassiker aus dem Schaffen der Popolskis zu präsentieren, sondern auch eine Abend in Liebe und Harmonie mit der Publikum zu verbringen.

Wer das Glück hat, die Familie Popolski auf YouTube (szypko, szypko!), im WDR-Nachtprogramm, oder, zweifellos am ratsamsten, live zu sehen, dem rufe ich ein beherztes „Nastruwko!“ zu.  – Gään wir eine kippe, libärr Froinde!

Folge 1 der neuen Popolski Staffel – direkt aus Zabrze! Teil 1/3:

Teil 2: http://www.youtube.com/watc… Teil 3:http://www.youtube.com/watc…

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