Tausend jaulende Höllenhunde…


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Näher als man denkt: Hölle, Tod & Teufel

… JETZT ALS O-TON HERUNTERLADEN!

Ich persönlich finde, der Vatikan und seine Mannen haben in letzter Zeit stark nachgelassen. Früher, ja, da gab es Bücher wie „Und die Bibel hat doch Recht“, die den zweifelnden Thomassen dieser Welt triumphierend (und mit Belegfotos!) die Spuren einer prähistorischen Überschwemmung (Sintflut) präsentierten,  einen angebissenen Apfel (Sündenfall) oder einen Haufen Steine (Mauern von Jericho, nach dem Zusammenbruch); man fand Jesu Grab (wenn auch leer), Davids Harfe sowie Bruchstücke der Palastwand, auf die der göttliche Finger einst das berühmte Graffitto „Mene, mene tekel upharsim…“ geschrieben hatte.

Noch früher, in der Renaissance, hatte Dante Aligheri, allerdings weniger mit archäologischen, als mit dichterischen Mitteln, bereits den Eingang zur Hölle gefunden, wenn ich mich recht erinnere, in einem Waldstückchen bei Florenz. Dem furchtlosen Dichter und Wanderer verdanken wir eine farbenprächtige, dazu noch wunderschön gereimte Beschreibung der ausgesuchten Qualen, die zur ewigen Bestrafung der Sünder in den verschiedenen Kreisen der Hölle zur Anwendung gelangen. Seither haben wir wenigstens eine gewisse Vorstellung vom sadistischen Erfindungsreichtum des christkatholischen Folter-Gottes bzw. seiner Anhänger. Leider hatte Dante kein Kamera-Team dabei, nicht einmal ein Video-Handy oder wenigstens ein Aufnahmegerät. Wenn wir bis dato uns die infernalischen Torturen der Sünder akustisch vorstellen wollten, waren wir gezwungen, uns Schallplatten von Karel Gott, Roy Black oder den No Angels anzuhören. 

Aber jetzt endlich bekommt der herkömmliche Obskurantismus endlich Verstärkung: Der flackernde Wahn- bzw. Schwachsinn des Mittelalters erfährt jetzt neue Nahrung durch die Hodschas, Mullahs, Ayatollahs unserer neu hinzugekommenen zurückgebliebenen Mitbürger. Hier herrscht noch der ungetrübte Bekehrungseifer der Grundvernagelten, Oberabergläubigen und Selbstmordattentatsaspiranten! Sie gehen den Sachen auf den Grund, bzw. noch darunter, unters Fundament, tausend Meter tief, tiefer noch als die Kölner U-Bahn-Tunnel;  dort, in einem Loch in Rußland, lassen sie Mikrophone herab und behorchen die Hölle. Jetzt haben wir O-Töne! Kaptn Haddocks „hunderttausend jaulende Hölllenhunde“ lassen sich hören, in echt, in Stereoqualität und garantiert seelenerschütternder Schaurigkeit. Sünder, Sünderinnen! Treten Sie näher! Hören Sie Ihr Schicksal! (Bitte Video bis zum Ende laufen lassen – es lohnt sich! Jetzt wißt ihr, was euch blüht, Ungläubige!

Oh Allah! Erbarmen! Erbarmen….

Oder anders, wie es gerade auf Bussen steht: „Science flies you to the moon. Religion flies you into buildings.“

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5 Kommentare - “Tausend jaulende Höllenhunde…”

  1. CC 123 Says:

    „That’s the sound of the men working on the DRAIN gang“

  2. joulupukki Says:

    Oh Gott, ist das schlecht! Wo treibst du bloß immer wieder diese Satiresendungen auf?

  3. connect Says:

    Die Stimmen kommen doch nicht von 1000 km unter der Erde, die sind doch aus meinem Kopf ! Wer hat da gebohrt ? Ich kenn ne Band , die hebt die Schwerkraft auf..gugge hier in das Video:

    http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewProfile&friendID=71896452

  4. botschaftneukoelln Says:

    Ich tippe auf downunder: sprechen die da so, oder ist es durch die Entfernung verzerrt? Gibt es Dolmetscher, Vertonungen? (Maurizio Kagel ist auch schon ein halbes Jahr Tod)


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