Archiv für April 2011
29. April 2011
Es soll dem Vernehmen nach aber in dem neblichten Gaue, wo das Westfälische und das Niederheinische sich zur vagen Vermischung und Durchdringung treffen und in ein konfus hybrides Landschaftsgemenge – nicht sowohl der Hügel und Auen, als vielmehr auch der Herzen und Seelen – sich zur Vereinigung anschicken, einer brav schwarzbrot-kartoffeligen deutschen Region also, die [...]
Kategorien: In memoriam..., Meine Idole
Tags: deutsche Sprache, Kleist, Kraska, Literatur, Nebensatzkonstruktionen
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28. April 2011
Ich hab noch immer keinen Schimmer, wer diese Tage immer festlegt – Tag der Milch, Tag des Buches, Tag des wohlverwahrten Spargroschens usw. Urplötzlich heißt es in den Medien, z. B. morgens in diesen als „Frühstücksfernsehen“ firmierenden digitalen Höllenvisionen, die einen eigentlich sofort wieder ins Bett treiben müssten, mit grauenhaft fröhlich vor sich hin pfeifender [...]
Kategorien: Auf die Ohren! Fertig! Auf die Ohren!, In the ghetto
Tags: Arabesk, Frühstücksfernsehen, Geddo, Irre, Kinder, Lärm, Nerven, Papageien, Tag des Lärms, Telefonie ohne Telefon
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24. April 2011
Irgendwo hab ich mal eine Anekdote gelesen über einen Astronomen, der, ich weiß nicht mehr wo, in Pressburg vielleicht oder im Wienerwald, jedenfalls öffentlich einen Vortrag über die Planeten unseres Sonnensystems hielt, Saturn, Pluto, Jupiter, Venus & Co., und hinterher sei aber ein Bäuerchen oder Schuster oder so aufgestanden, hätte zwar sein Gefallen an dem [...]
Kategorien: Die Banalität des Blöden: Zur Semiologie des Alltags, Ich glotz TV!, It's a women's world
Tags: außerirdische Intelligenzen, DFB-Pokal, Endspiel, Fernsehen, Frauen, London, Medien, Medienrummel, Metaebene, MSV DUISBURG, Niklas Luhman, Prinzenhochzeit, Rundfunk, Schalke 04, Selbstreferentialität, Statistik, Weltwirtschaft, Wissen
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22. April 2011
„Oh Himmel, strahlender Azur!“ (Brecht) – Der Frühlingstag im Geddo so rücksichtlos schön, dass es fast wehtut. Bäume und Sträucher im Festtagsgrün, die Amseln flöten fromme Motetten, blank poliert und seinsfromm ruhen die silbernen Daimler am Straßenrand. Nachbar Özgür ist das wurscht, seit Tagen wütetet er im Nachbarhaus mit Bohrmaschine, Hammer und Meißel, schleppt Steine [...]
Kategorien: Freitagsgebet, In the ghetto, Theologoumena & neue Gottesbeweise
Tags: Atheismus, Feiertagsruhe, Grüne, Islam, Karfreitag, Kreuzigung, Kulturchristentum, NRW-Grüne, Osterfest., Ostern, Passion Christi, Passionsgeschichte, Religion, Religionswächter, Respekt, Velasquez
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19. April 2011
Einfach mal irgendwas tippen und dann ins Netz stellen reicht ja nicht, das weiß jedes Blogger-Kind. Man muss LeserInnen ködern und unaufhörlich „traffic generieren“, wie der Eingeweihte sagt. Mit den tags, den Hieb-, Stich-, Schlag- und Suchwörtern, mit denen man seine Artikelchen beklebt, damit Leser dran hängen bleiben, hat es freilich sein eigene Bewandtnis. Sie [...]
Kategorien: Aus dem Kulturbeutel älterer Jugendlicher, Die Banalität des Blöden: Zur Semiologie des Alltags, Notizen
Tags: Achselhaare, Blog, busted blonde girlfriend, Ferkel, französische Bulldogge, google, Kinder, kontrafaktische Rekursivität, Leberwurst, Leser, Leserinnen, Lockvogel, Madonna, Möpse, Modehund französische Bulldogge, Mops, Neurophysiologie, Sensation, Sex, Sex sells, Sprachpsychologie, Suchwörter, tags, traffic, Züchterübermut
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17. April 2011
Wer wie ich noch in der frühen Goethe-Zeit aufgewachsen ist, muss sich, wenn er ins Ruhrgebiet zieht, eh auf einen gewissen Sprachabstieg einstellen; wer sich dann noch darauf kapriziert, im Geddo zu wohnen, lernt zudem, das Deutsche mit anderen Augen zu sehen. „Ich musste heute nich bei Schule gehen“, erzählt Nachhilfeschüler Milan. „Zu der …“ [...]
Kategorien: In the ghetto, Integrationsimpressionen
Tags: Allah, Erziehungsauftrag, Ficken, Integration, Kriminalistik, Lehrer, Pädagogik, Schule, Sprache, Verhör, Verweis, Wunder
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17. April 2011
Heute in der serbischen Stammkneipe. Komme wie immer zu spät, hab die ersten Runden Diebels oder Warsteiner verpasst. Am Stammtisch ist Schalke gegen Milano schon durch, es herrscht bereits Religionskrieg. Oh, Allah, dicke Lufthoheit! „Bismallah ah-Rahman i-rahim“, sage ich höflich, klopfe auf den Tisch und grüße brav „Selam-aleikum“. Ich bin halt so erzogen. Immer höflich, [...]
Kategorien: Die Banalität des Blöden: Zur Semiologie des Alltags, In the ghetto, Integrationsimpressionen
Tags: Ausländer, Diebels, Fremdenangst, Hirnschwurbel, Hodscha, Integration, Partei, praktische Integrationsarbeit, Schweinefleisch, Stammtisch, Warsteiner
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14. April 2011
Mal kurz Werbung, nur EIN Spot, bleibense dran! – Zu den Blogs, die ich praktisch beinahe allmorgendlich beim Kaffee anklicke – und enttäuscht bin, wenn da nichts Neues steht – gehört seit ein paar Wochen der von Frl. Krise (siehe meine Blog Roll). Obwohl sie fast täglich Haarsträubendes, Hirnschwurbelndes und Niederschmetterndes zu berichten weiß, ist [...]
Kategorien: It's a women's world, Notizen
Tags: Blog, Geddo, Gesamtschule, Integration, Krise, Lehrerinnen, Lese-Tipp, Pädagogik, Stil-Kritik, Werbung
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14. April 2011
Ich hab voll Klimawandel! Im Kopf! Die Gattin meint, ich würde immer cholerischer, dabei werde ich langfristig auch milder. Gestern Mittag in der klandestinen Denkstube reißt mich die Türglocke aus dem Denksport-Krafttraining. Verdammter Bengel, denk ich, weil Nachhilfeschüler Milan „kann“ immer noch „nicht Uhr“ und kommt gern, wenn er das Gefühl hat, es wäre vielleicht [...]
Kategorien: In the ghetto, Theologoumena & neue Gottesbeweise
Tags: Bibel, Daodeking, Hadithe, Klimawandel, Koran, Milde, Mission, Muslime, Popul Vuh, Praxis, Zeugen Jehovas
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12. April 2011
Frau: (Eine Mappe auf den Tisch werfend) Ich hab dir hier was ausgedruckt, wegen deiner Fitness, dass du da mal anrufst, in dem Rücken-Studio, okay? Mann: Dank dir. Les ich mir durch. Frau: Ja, ja, klar. Und dann machst du es doch nicht! Mann: Doch, doch, mach ich schon, [...]
Kategorien: Eigenlebenserinnerungen, It's a women's world
Tags: Buddha, double bind, Ehe, Eheszenen, Kampfkunst, Kommunikation, Laotse, mitfühlender Buddha, Mudra, Taoismus, Wasser
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