Archiv für Dezember 2010

Kultur im Geddo. Vorm Fernseh Amok laufen (Jahresrückblicke)

30. Dezember 2010

KILLING ME SOFTLY Für mike-o-rama, anlässlich eines freudigen Ereignisses (Geschenktext) Als Terrorist und Amokläufer bin ich ungewöhnlich sozialverträglich. Wenn ich hyperventiliere, Schaum vorm Mund habe und mit fahrigen Fingern nach meiner Waffensammlung taste, kriegt das gottlob selten jemand mit, denn das mach ich meist in meiner stillen Mönchsklause vor dem Fernseher aus, mit mir ganz [...]

Who let the dogs in?

21. Dezember 2010

Manche Leute, z. b. aus dem mir so überaus unkorrekt perhorrreszierten (nachschlagen, wenn nötig!) „grün-linken juste milieu“, und nicht nur die am Prenzlauerberg, sondern auch in Stuttgart „20,5“ oder im grünkernig-kleinbourgeoisen Freiburg, können sich allen möglichen Luxus leisten! Zum Beispiel – Kinder. (Wer noch die Wahl hat: Ich rate ab! Kinder sind schlimmer als junk bonds und hedge [...]

Seniorenentsorgung

19. Dezember 2010

Gesellschaftliches Sorgenkind: Senioren. Sie werden immer älter, immer gesünder und stehen überall im Weg herum. Verschandeln das Stadtbild. Nerven. Erinnern daran, dass man selber nur ein begrenztes Haltbarkeitsdatum hat. Das ist ärgerlich! – Muß das denn sein? Nein! Man kann die Greise von der Straße holen! Wie denn? Setzt sie einfach vor den PC, das [...]

Idiosynkratische Hünxe (Altersfreibeitrag)

12. Dezember 2010

– Für Gabel  – Mein zertifiziertes Magistertum erlaubt mir, mit Wörtern herumzuschmeißen, die mich automatisch zum Mittelpunkt jeder Party machen. Ein schon paradiesvogelartiges Flair verleiht zum Beispiel der Ausdruck „idiosynkratisch“. Seinen faszinierenden Bedeutungsreichtum offenbart dieses Wort gern allen Fleißsternchen-Sammlern, die das mal irgendwo googeln. – Unter anderem nennt man zum Exempel wiederum Ausdrücke „idiosynkratisch“, die [...]

Lob des „unter“. Wir sind alle camouflage

10. Dezember 2010

  „Es war einmal vor einiger Zeit, und diese Zeit ist schon lange, lange her, etwa letzten Freitag, als Winnie-der-Pu ganz allein unter dem Namen Sanders in einem Wald wohnte. („Was heißt ‚unter dem Namen’? fragte Christopher Robin. ‚Es heißt, dass er den Namen über der Tür in goldenen Buchstaben hatte und dass er darunter [...]

Im Geddo: Cherchez le pig (Deutsch nichso gut)

9. Dezember 2010

  Für Chris & Hella (Gute Besserung, Mensch!) „Dialog der Kulturen“ im Geddo. Fragt kleiner serbischer Nachhilfe-Schüler mich: „Lehrerr! Ch’abb isch mal Frage – darf ich? – „Hhmmm?“ – „Lehrerr, bist eintlich … Müslim?“ – „Nee! Niemals nich!“ – „Und, ja aber, Herrr Lehrerr, ch’ast du doch Frau! – Deine Frau, ist der denn Müslima?“– [...]

Über die innere Übersichtlichkeit unserer Nutztiere. Mongolen-Könige kaufen in Dinslaken!

4. Dezember 2010

Bei einem privaten Gänseessen, auf dem wildfremde Leute halt notgedrungen miteinander reden mussten, kam irgendwann natürlich die unvermeidliche Frage auf: „Und was machst du so beruflich?“ – Eine eigentlich enorm indezente und überdies uninteressante Gesprächseröffnung, die selten zu funkelnden Highlights der Konversation führt, denn die meisten machen eh halt „irgendwas mit Medien“, und wenn nicht, [...]

Tragik/Heroik der armen Schweine: Ein Wintermärchen

2. Dezember 2010

Vorgestern, pünktlich zur Eröffnung des Jahrhundertwinters“ mit seinem üblichen „Schnee-Chaos“ konfrontierte mich das Zweite Deutsche Verkehrsunfall-Fernsehen mit Bildern, die mich zutiefst erschütterten und aufwühlten, ja, mich seither verfolgen wie ein richtig krasser Albtraum. Es begab sich nämlich irgendwo nächtens in Niedersächsisch-Sibirien ein (selbstredend „tragischer“) Verkehrsunfall, dergestalt, daß ein Schlachtvieh-Transporter mit lebenden Schweinen auf die schiefe Eisbahn [...]


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