Archiv für April 2010

Ein Traum von Afrika

30. April 2010

Ich war beim Kaiser, zur Audienz, schon das zweite Mal. Die Gattin hatte das vermittelt. Waren wir eigentlich in Berlin oder in Wien? Ich weiß es nicht genau. Alles war jedenfalls aus Marmor oder Granit. Das heißt, zunächst handelte es sich um eine zwielichtige Art pornographisches Kabinett, in dem altmodisch, aber nachlässig gekleidete ältere Herren [...]

Pizza, Fußball & ägyptische Italiener

28. April 2010

Ungewöhnlich warmer Frühlingsabend heute. Es groovt greifbar. Im Viertel riecht es betäubend, teils nach gemähtem, teils nach gerauchten Gras; Grill-Schwaden mäandern, der Flieder duftet, desgleichen die Mädchen, die heuer wieder eminent gut gewachsen sind, Kopftuch hin oder her. Die Tamilen spielen Krickett im Park oder Volleyball im Hof; die von mir politisch unkorrekt so genannten. [...]

KRASKA ERKLÄRT KNAPP UND ARROGANT EIN KUNSTWERK

27. April 2010

Nee, die sind nicht weg! Wo sollen sie denn auch hin? Ausgestorben, wie ich mal dachte, sind sie jedenfalls nie nicht: Die unverbesserlichen Querulanten, Volkssturmpfleger, Kunstspießer, Nörgelproleten, kommunalen Kommissgünstler, die eckensteherischen Bescheidwisser und notorischen Leserbriefschreiber, die Moppelkotzmotzer, Emil-Tipper und Klischee-Klistierer mit ihren unvergänglich ewigem Gemaule: „Datt is donnich schööön!“, „Dafür hamse nu Geld!“, „Stattse earsma’n [...]

Kleiner Diät-Song

23. April 2010

Kleiner Diät-Song (Kraska war beim Allergologen) Nicht Fisch, nicht Flunsch Und alles ungewürzt nach Wunsch Nicht Bier, nicht Wein Kaum Alkohol, an purem Gin sind hundert Gramm das Maximum Vom Blütennektar nur den Seim Glutamat wär Suizid, und Laktose Ging ja wohl voll in die Hose, desgleichen Erbstwurst, Pudelfleisch und Fertichklops. Kaldaunen? Nein, (oder nur [...]

Volle krasse Pestilenzplage: Ärzte! (Scharlatanschamanensalatschurken)

2. April 2010

Hat man aber, als robustes Kind und mit Gottes Hilfe, seine Fummelpriester erstmal überlebt, dräut der zarten Seele schon bald neue Gefahr, h’enthsätzlich Pestilennz und voll krasses Grauen der Hölle, und das höret nimmer auf: Das Pestgeziefer der Ärzte, vulgo Quacksalber, Salbader und Salpeterbalbiere! Pfui über die Pfuscher! Zweifellos stürbe man seltener, – triebe nicht [...]


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